TEIL 1 (Tag 1 und 2)
4 Tage - 3 Nächte. Kurz aber wunderschön. Ohne Zwischenfälle und sehr lehrreich.
Start war Dienstag 19.8 ca. 6 Uhr morgends von Purkersdorf. Für mich wars also wieder mal easy. 10 min. auf die West und ab ging die Post. Nix durch die Stadt vorher. Das Ziel dieses Trips war in erster Instanz der Gardasee, Cruisen, Kurven und einfach mal ausgiebig biken. In zweiter Instanz war es ein Testlauf für Equipment und Ausstattung für den im nächsten Jahr stattfindenden Trip ans Nordkapp. Nach 3000 KM irgendwo in Dänemark draufzukommen, dass der Rack-Pack Regen durchlässt, weil die Verzurrung Scheiße ist oder die Ohren wegen der Kopfhörer schmerzen kann nix. In erster Linie war ich also auch auf den ganzen "Technik-Check" gespannt. Wird das Navigationsgerät funktionieren und richtig navigieren? Wird das Funken funken? Bis zu welcher Geschwindigkeit können wir uns verständigen und wie lange halten die aufladbaren Batterien?? Letztlich war es natürlich auch ein Check der Motorräder. Halten die Dinger, gibts Aussetzer?? Vorallem musste mal Vertrauen zur Q aufgebaut werden.
Der Plan war einfach: Anreise am ersten Tag (ca. 700 KM), am zweiten Tag schön touren rund um den Garda See, dritter Tag einen anderen noch nicht genau bestimmten Zielort anfahren und vierter Tag die Heimreise über die Südautobahn antreten. Alles in allem: ein feines, delikates Programm.
Erster Test um ca. 5 Uhr in der Früh war die Montage des neu erworbenen Ortlieb Rack-Packs in dem Zelt, Isomatte, Schlafsack, Schuhe und Campinghocker verstaut wurden. Mit den vier Spanngurten war das überhaupt kein Problem. Alles konnte damit sicher und wasserfest verstaut werden. Check - OK!





Dannach kam das große "Verkabeln". Das Funkgerät (alan456R) von Tante Louis haben wir einen Tag zuvor schon ein wenig getestet, hatten aber noch keinen zufriedenstellenden "Verweihlplatz", wobei die Schwierigkeit darin bestand, eigentlich eine geeignet Montage für den Funkdruckknopf zu finden. Ich hab mein Funkgerät dann schließlich in mein Bauchtascherl gesteckt und den Druckknopf an der linken seitlichen Schlaufe befestigt. Funktionierte wunderbar.
Nachdem die Kuh bepackt war, gings dann dem Mond und Innsbruck entgegen. Irgendwie flogen wir unserem Ziel entgegen. Der ersten Stopps waren Essenspausen und Umziehpausen, da es so gegen Mittag dann ziemlich warm wurde. Ab 100 konnten wir uns zwar nur mehr sehr eingeschränkt verständigen, aber der Trance ähnliche Zustand ermunterte eh ned viel zu quatschen.
6 Uhr hob der Flieger ab und um 18 Uhr landete er am Gardasee. Das Navi hat dann Richtung Gardasee sehr gute Arbeit geleistet und uns einwandfrei zum Campingplatz geführt. Die Wahl des Campingplatzes hat sich dann als "Glückliche" herausgestellt. Wunderschöner Blick auf den See, umgeben von Surfer. Duschen und Klo waren OK.





Das Zelt war dann in exakt 4:35 Minuten aufgestellt. Genial. Da kann ich MSR nur weiterempfehlen. Die Konstruktion und Verarbeitung ist wirklich sehr gut. Und obwohl es eigentlich sehr eng war, fühlte ich mich nie beengt.
Über das ganze Kocherequipment wird dann noch der Chefkoch was erzählen. Da halte ich mich jetzt dezent im Hintergrund. Ich kann nur sagen, hat geschmeckt. :-)





Am nächsten Tag waren die beiden Tourenfahrer Touren dran. Wir haben's uns da einfach gemacht und einfach die beiden GPS Gardasee Touren von der Internet Site des Tourenfahrer runtergeladen und ins Navi übertragen. Eigentlich waren beiden Touren für diesen Tag geplant, doch erstens kommt es anders und zweites als man denkt.
Vorbei an wunderschönen, klaren Wasserfällen, schönen Rastplätzen, prachtvollen Ausblicke über die Dächer von italienischen Kleinstädtchen, über kleine Pässe mit exquisitem Cappucino und Edelweiß, bis rauf auf kleine Gipfel und Gedenkplätzen. Irgendwann mussten wir stehen bleiben. Aber nicht weil uns der Sprit ausgegangen war, die Reifen gewechselt werden mussten oder wir nur mal aufs Klo mussten. Nö. Sondern weil uns schlecht war. Spei übel vom permanentem Kurven fahren. Ich hätte kotzen können. In einem kleinen Örtchen dessen Namen mir vollkommen verborgen blieb, war dann eine Pizza und 2 Aspirin dran, ohne die ich sicher nicht mehr weiterfahren hätte können. Anschließend gings eigentlich nur noch auf den schnellsten Weg wieder zum Campingplatz.
Das Funkgerät hat in dieser Phase absolut perfekt gefunkt. Es war echt eine Freude. Angekommen am See gings mal in den See und dann zu einem weiteren Kochexperiment.













